Zukunft der Arbeit: 7 Überlegungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Matt Orozco
Zukunft der Arbeit: 7 Überlegungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie habe ich einen Artikel über meine Erfahrung als Mitarbeiter im Home-Office in der Hoffnung geschrieben, dass diese Erfahrung anderen beim Eintritt in das mobile Arbeiten weiterhelfen könnte. Da ich in den USA lebe und für ein Unternehmen arbeite, das Büros überall auf der Welt unterhält, ist es für mich interessant zu beobachten, wie in den unterschiedlichen Teilen der Welt gegen die Verbreitung des Coronavirus vorgegangen wird und welche Probleme aufgrund dessen aufgetreten sind oder sich verschlimmert haben.

Ein Diamant ist nicht mehr als ein Häufchen Kohle, das sich unter Druck gut entwickelt hat.

Unbekannt

Es lässt sich zweifelsohne sagen, dass wir alle viel durchgemacht haben. Eine der besten Qualitäten des Menschen ist es jedoch, dass wir (meistens) recht widerstandsfähig sind. Widerstandsfähigkeit ist für mich eines der Top-Themen des Jahres 2020. Im Zuge der erneuten Öffnung von Menschen, Unternehmen und Ländern ist es mir ein Anliegen mitzuteilen, welche Überlegungen mir (als Mitarbeiter) durch den Kopf gehen.

Muss ich wieder ins Büro?

Nicht jeder wird wieder ins Büro zurückkehren wollen, in manchen Fällen wird es auch nicht möglich sein. Für mich persönlich hat sich die Situation mit einem kürzlichen Umzug geändert. Wenn das Büro wieder öffnet, werde ich sowohl von zu Hause als auch im Büro arbeiten. Bevor eine Rückkehr ins Büro vorgeschrieben wird, sollten Sie in Erfahrung bringen, wie wohl sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen damit fühlen, ins Büro zurückzukehren. Nutzen Sie ihr Feedback, um mehr Vertrauen in den Prozess zu schaffen. Es gibt auch Materialien, die Sie nutzen können, um die Sorgen und Bedenken in Bezug auf hybrides Arbeiten abzubauen.

Empathie ist entscheidend

Empathie war schon immer wichtig. Was an der aktuellen Situation anders ist, ist, dass das Leben sich für Viele dramatisch geändert hat. Diese Veränderungen werden von einer Reihe unterschiedlicher Emotionen begleitet und deshalb ist es essenziell, dass Unternehmen und ihre Führungskräfte ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterstützen. Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass die Last in diesem Moment groß ist und auf manchen schwerer lastet als auf anderen. Manchmal sind die besten Ablenkungen weitere (positive) Ablenkungen, damit über Dinge außerhalb der Arbeit gesprochen werden kann. So entsteht Kameradschaft und Verbundenheit und das in einer Zeit, in der sie besonders wichtig sind.

Raum für den Dialog schaffen

Black Lives Matter, wirtschaftliche Ungleichgewichte, steigende Arbeitslosigkeit und ein zunehmender Fokus auf die geistige Gesundheit gehören unter anderem zu den Themen, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am meisten beschäftigen. Wenn die Angestellten wieder ins Büro zurückkehren, werden sie mehr Chancengleichheit in der Mitarbeiter-Experience erwarten. Raum für Dialog und Maßnahmen hilft ihnen, ein Gemeinschaftsgefühl zu empfinden und die Veränderungen anzustoßen, die sie sich wünschen.

Um die kümmern, die sich um andere kümmern

Kürzlich hat der zweitgrößte Schulbezirk in den USA angekündigt, dass der Rest des Schuljahres 2020 nur virtuell stattfinden wird. Schätzungen der letzten Jahre gehen davon aus, dass 25 % der Europäer und ca. 16 % der US-Amerikaner Angehörige privat pflegen. Der unglaubliche Druck, den die Pandemie auf Eltern und Menschen, die Angehörige pflegen, ausübt, kann teils von Unternehmen und Führungskräften reduziert werden, indem sie Hilfe anbieten.

Wohlbefinden für alle

Wohlbefinden ist keine neue Sache, aber sie wird für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen immer wichtiger. Peakons Daten zeigen, dass die Angestellten der Generation Z das Thema 28 % häufiger ansprechen als ihre Kollegen und Kolleginnen anderer Generationen. Genauer gesagt thematisieren sie es doppelt so häufig wie die Generation X (13 %) und vier Mal so häufig wie die Gruppe der Baby Boomer, bei der das Thema um 6 % zugenommen hat. Überdrüssigkeit bezüglich Videokonferenzen, mangelnde soziale Interaktionen, Online-Sport und die steigende Menge an Fast Food, die wir zu uns nehmen, wirken sich alle auf unser geistiges und körperliches Wohlbefinden aus. Die psychische und physische Gesundheit in den Vordergrund zu rücken, ist nicht nur richtig, es ist auch gut fürs Geschäft.

Sicherheit an erster Stelle

Niemand möchte krank werden und niemand möchte andere anstecken. Die Erfahrungen anderer Länder, die sich gut im Kampf gegen die Pandemie schlagen, zeigen uns, dass Sicherheitsvorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen das wichtigste Werkzeug sind, um eine sichere Rückkehr ins Büro zu ermöglichen. Nehmen Sie also die Ratschläge von anerkannten Stellen ernst und befolgen Sie sie.

So viel Empathie wie möglich

Ich wäre nachlässig, wenn ich nicht auch etwas zu den systemrelevanten Arbeitskräften sagen würde, zu den Arbeitnehmern im Einzelhandel, in Restaurants und im Gesundheitswesen. Meine Lebensgefährtin hat vor Kurzem ihre Assistenzstelle angetreten, was einen Umzug nach New York City mit sich brachte. Obwohl ich nichts zur Erfahrung als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin in systemrelevanten Berufen sagen kann, kann ich dennoch bestätigen, welchen Stressfaktoren sie sich ausgesetzt sieht. Ich denke, dass die obigen Ausführungen sich auf jeden Beruf beziehen lassen, manche sind aber stärker betroffen als andere. Was ich sagen kann, ist, dass wir gut zu denen sein sollten, die da draußen inmitten der Pandemie ihre Arbeit verrichten. Auf einem Schild, an dem ich in L.A. regelmäßig vorbeifuhr, stand: „Jeder hat mit irgendetwas zu kämpfen“. Das trifft heute mehr zu als je zuvor. Wir alle versuchen, uns mit den Veränderungen unseres Berufs- und Privatlebens abzufinden, die Kraft dafür geben wir uns am besten gegenseitig.

Bleiben Sie gesund!

Autor - Matt Orozco