Unterricht im Codieren: Kinder für eine technologiebasierte Zukunft vorbereiten

Unterricht im Codieren: Kinder für eine technologiebasierte Zukunft vorbereiten

Code und codieren sind überall. Code steckt in unseren Telefonen, Autos, Filmen, Krankenhausausrüstung und sogar in unseren Kühlschränken und Waschmaschinen. Google schätzt beispielsweise, dass sie zwei Milliarden Zeilen Code verwenden, um ihre Internetdienste anzubieten — von Gmail zur Google-Suche und Google Maps. Kurzum: Code macht unseren Alltag möglich.

„Um an der technologiebasierten Welt um uns herum teilzuhaben, ist Codieren für Schüler und Studenten genauso wichtig wie lesen, schreiben und rechnen.“, sagt Peakons Chief Technology Officer Anne-Sofie ‘Fie’ Nielsen, „Kinder müssen die Sprache der Technologie beherrschen, die unsere Zukunft prägt.“

Beim Erlernen des Codierens erlernt man auch weitere nützliche kognitive Fähigkeiten wie kritisches Denken und das Entwickeln von Problemlösungsstrategien. Denn beim Codieren müssen Aufgaben in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt und diese dann in eine logische Reihenfolge gebracht werden. Dieser analytische Denkprozess hat viele praktische Anwendungen.

Es wird geschätzt, dass 85 % der Arbeitsstellen des Jahres 2030 aktuell noch nicht erfunden wurden.

Institute For The Future und Dell Technologies

Aus diesem Grund hat die IT-Branche in Dänemark zusammen mit den lokalen Regierungen ein Programm zum Erlernen von Codieren ins Leben gerufen. Dieses Programm ist darauf ausgelegt, Kinder zu ermutigen, mit Technologie kreativ und innovativ umzugehen. Ähnlich wie in der Vergangenheit die Sektion von Fröschen im Schulunterricht die nächste Generation von Chirurgen und Biologen inspiriert hat.

Peakon begrüßt das Programm für Coding-Unterricht und arbeitet mit der Stadt Kopenhagen zusammen, um sich über das spannende Potential von Code und der verschiedenen Berufsprofile in dem Bereich auszutauschen.

„Das Programm für Codier-Unterricht hat die doppelte Aufgabe, zum einen die Kinder mit ihrer Rolle als Ko-Kreatoren von Technologie vertraut zu machen statt sich selbst nur als Konsument wahrzunehmen. Gleichzeitig werden ihnen andere Arbeitsplätze und mehr Berufsbilder nähergebracht als sie sie zu Hause erleben.“, sagt Fie, die für das Programm bei Peakon verantwortlich ist.

Die „Höhle des Löwen“

An einem sonnigen Dezembernachmittag versammelten sich über 20 Sechstklässler und Sechtsklässlerinnen der Lergravsparken Skole in Kopenhagen in einem lichtdurchfluteten, imposanten Raum in Peakons Kopenhagener Büro. Die allgemeine Aufregung war deutlich zu spüren und die Kreativität der Schüler und Schülerinnen trat in allen Projekten des Codier-Unterrichts zutage, die an diesem Tag vorgestellt wurden. Diese waren das Ergebnis zweiwöchigen Kopfzerbrechens, Codierens und Zusammenarbeitens.

Zu Beginn des Projektes erhielten die Kinder eine Aufgabe von Peakon. Sie sollten eine Software entwickeln, die Peakons Engagement-Plattform ähnelt, sich jedoch darauf bezieht, wie zufrieden die Kinder in der Schule sind und ihre Zufriedenheit steigert.

Die Arbeit wurde in Gruppen von drei Personen erledigt. Jede Gruppe baute ihre eigene App, um die Aufgabe zu erfüllen. Als Teil des Programms lernten sie, wie sie die visuelle Programmiersprache Scratch anwenden. Sie nutzten Scratch, um die Apps zu codieren und eigene interaktive Geschichten, Spiele und Animationen zu entwerfen.

Bei Peakon stellten die Schülerinnen und Schüler dann ihre Projekte in einem Format à la Die Höhle der Löwen vor. In diesem beliebten TV-Format stellen Personen ihre Geschäfts- und Produktideen einer Jury von Experten und Investoren vor.

Team für Team stellten sie ihren Design-Prozess, ihren Plan und ihre Ideen vor der ganzen Gruppe vor. Es gab zweifelsohne einige sehr kreative Beispiele. 

  • Eine Kopie des beliebten Spiels „Among Us“: Die Schülerinnen und Schüler ersetzten die üblichen Aufgaben im Spiel mit anderen Aufgaben, bei denen der Spieler Fragen im Peakon-Stil und zum Thema Wohlbefinden in der Schule beantworten musste.
  • Eine virtuelle Schul-App: Spieler und Spielerinnen können sich in den typischen Schulszenarien bewegen und so zum Beispiel durch Klassenräume und den Pausenbereich im Freien laufen. In jedem Szenario können sie eine Bewertung in Form eines Smileys abgeben, mit der sie aussagen, wie sie sich an diesem Tag in diesem Bereich gefühlt haben.
  • App, mit der der das Outfit des Avatars verbessert werden kann: In einem Spielformat können die Spielerinnen und Spieler Goldmünzen verdienen, indem sie Fragen zu ihrem Wohlbefinden in der Schule beantworten. Sie können die Goldmünzen später verwenden, um das Outfit ihres Avatars aufzubessern.  

Die notwendigen Fähigkeiten einer technologischen Zukunft fördern 

Es wird geschätzt, dass 85 % der Berufe des Jahres 2030 aktuell noch gar nicht existieren. Denken wir nur einmal darüber nach, wie in den letzten zehn Jahren die Nachfrage nach Spezialisten für KI und maschinelles Lernen sowie für Big Data, Prozessautomatisierung, Robotikingenieure und Blockchain-Spezialisten aufgekommen und gestiegen ist.  

„Neue Kategorien werden aufkommen und sie werden andere teilweise oder vollständig ersetzen.“, sagt das Weltwirtschaftsforum in seinem Bericht The Future of Jobs aus dem Jahr 2018. „Die Fähigkeiten, die sowohl in althergebrachten Berufen als auch in neuen Tätigkeiten gebraucht werden, werden sich in den meisten Branchen ändern und damit auch beeinflussen, wo und wie Menschen arbeiten.“

Die Pandemie verändert zusammen mit umfassenden Veränderungen in Technologie und den Effekten der Globalisierung unseren Arbeitsplatz — diese Veränderungen werden künftig nur noch schneller von statten gehen.

„Arbeitnehmer brauchen die nötigen Fähigkeiten, um am Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich zu sein. Sie werden sich auch ihr gesamtes Leben über weiterbilden müssen.“, so erklärt es der Bericht des Weltwirtschaftsforums. 

Das Codieren zu erlernen, ist nicht nur ein wichtiger erster Schritt in verschiedene Karrierewege, sondern auch ein wichtiger Schritt dazu, mit der Welt um uns herum zu interagieren. Denn Code beeinflusst, welche Produkte wir kaufen, welche Politik wir unterstützen und welche Daten wir online preisgeben.

Für die Sechstklässler und Sechstklässlerinnen — und Peakon — war das Codier-Programm in erster Linie Spaß und eine Gelegenheit, mehr über das Codieren und die Möglichkeiten, die damit einhergehen, zu lernen.

„Wir sind stolz darauf, Teil dieses Programms zu sein und dabei zu helfen, ein Interesse an Technologie bereits in jungen Menschen zu fördern.“ ,sagt Fie. „Sie haben gelernt, wie man zusammenarbeitet, Probleme löst und Ideen vorstellt — das sind nützliche Fähigkeiten im Leben, egal welchen Weg sie gehen möchten.“

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