Fragerunde mit Peakons neuer Director of Diversity, Equity and Inclusion

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Fragerunde mit Peakons neuer Director of Diversity, Equity and Inclusion

Die bekannte Autorin und DE&I-Direktorin Sheree Atcheson tritt Peakon als neue Director of Diversity, Equity and Inclusion ab dem 01. September 2020 bei. In diesem kurzen Interview verrät Sheree einiges über sich und stellt ihre Zukunftspläne für Peakon und seine Kunden vor.

Was hat dich an Peakon gereizt?

Peakon arbeitet mit über 1000 Unternehmen zusammen, weshalb wir mit unserer Zusammenarbeit wirklich ein Beispiel für Diversität und Inklusion auch in diesen Organisationen setzen können. So können wir Erfahrungen austauschen und voneinander in Bezug auf Chancengleichheit, Diversität und Inklusion lernen. Das ist super spannend!

Daneben habe ich persönlich erfahren dürfen, wie wichtig Diversität und Inklusion der Unternehmensführung von Peakon sind. Ich kann nur in einer Organisation tätig sein, in der die Unternehmensführung wirklich hinter dem Thema steht, denn nur so können Verbesserungen umgesetzt werden. Ich konnte sehen, wie wichtig es dem Team ist.

Ich kann mir vorstellen, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren sehr erfolgreich sein wird und damit als gutes Beispiel in der Technologiebranche und darüber hinaus vorangehen wird.

Wo siehst du Peakon in fünf Jahren?

Ich denke, dass Peakon zu der Lösung für große und kleine Unternehmen werden wird, wenn es darum geht, die Diversität und Inklusion in der Organisation zu untersuchen und zu vergleichen. Es lässt sich sehen, was gut funktioniert, was weniger gut funktioniert und wie diese Lücken gefüllt werden können. Ich sehe Peakon als die Lösung dafür und als das Tool an, das neben anderen Dingen den Maßstab festsetzen wird, wie wir Initiativen für Diversität und Inklusion messen, Berichte dazu schreiben und sie umsetzen. Das ist etwas, das wir ganz dringend brauchen.

Obwohl Peakon intern bereits große Fortschritte in Puncto Diversität und Inklusion gemacht hat, können und werden wir definitiv noch mehr tun. Ich kann mir vorstellen, dass das Unternehmen in den nächsten Jahren sehr erfolgreich sein wird und damit als gutes Beispiel in der Technologiebranche und darüber hinaus vorangehen wird.

Was hat für dich in deiner neuen Position oberste Priorität?

An allererster Stelle, zuzuhören und von den Kollegen und Kolleginnen zu erfahren, wie es ist, bei Peakon zu arbeiten. Es ist meine Aufgabe, zuzuhören und mit Hilfe der Daten eine Strategie zu entwickeln, die mehr Gleichberechtigung und Einbeziehung schafft. Ich werde das erreichen, indem ich einerseits intern zuhöre aber auch extern bei den vielen Organisationen, die Peakon aktuell nutzen, meine Fühler ausstrecke.

Wir wissen, dass Organisationen mit hoher Diversität profitabler sind. Es geht jedoch um weitaus mehr.

Wie wird COVID-19 deiner Meinung nach die Arbeitswelt verändern?

Das Coronavirus hat die Welt grundlegend verändert. In Bezug auf die Arbeitswelt denke ich, dass das mobile Arbeiten in Zukunft einen größeren Stellenwert einnehmen wird und Unternehmen ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen diese Flexibilität auch gern im Rahmen besserer Work-Life-Balance zugestehen werden. Das bietet eine echte Gelegenheit für Chancengleichheit, Diversität & Inklusion, da somit der Kreis der potenziellen Kandidaten für eine Stelle wächst, da beispielsweise nicht mehr unbedingt die Nähe zum Büros eine Rolle spielt. Wir werden daran arbeiten müssen, Praktiken und Regelungen für Einstellungsprozesse und Onboarding im Rahmen des mobilen Arbeitens zu etablieren. Dazu gehört, einige Risikoindikatoren im Zuge des Einstellungsprozesses und die Praktiken des Berwerbungsgesprächs zu überprüfen und einiges mehr.

Menschen, die sich weiterhin um andere kümmern und sie pflegen, müssen besondere Beachtung finden. Sie haben möglicherweise zusätzliche Verantwortungsbereiche übernommen und könnten auch während der Arbeitszeit mit mehr Ablenkungen konfrontiert sein. Auch die Aufteilung der Haushaltsaufgaben könnte sich im Zuge der Pandemie weiter verschieben und auch das kann zusätzlichen Druck ausüben. Wie können wir die Erfahrungen dieser Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nachvollziehen? Wir hören ihnen zu.

Die Pandemie hat viel Leid und Trauer mit sich gebracht. Peakon hat es seinen Kunden möglich gemacht, den Draht zu ihren Angestellten nicht zu verlieren. Sie haben auch als Unternehmen selbst viel unternommen, um ihre eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu unterstützen und sich an die neuen Arbeitsweisen anzupassen. Wir müssen weiterhin daran arbeiten und unsere Teammitglieder und Kollegen und Kolleginnen auf jede mögliche Art und Weise unterstützen. Als Organisation, die mit über 1000 Unternehmen zusammenarbeitet, müssen wir unsere Erfahrungen auch mit anderen teilen, um ihnen zu helfen.

Warum sollten Chancengleichheit, Diversität und Inklusion im Fokus von Unternehmen stehen? 

Ganz einfach ausgedrückt: Man kann nicht Lösungen entwickeln, die für viele funktionieren, wenn man nur wenigen Gehör geschenkt. Wir als Gesellschaft können nicht weiterhin diverse Gruppen einstellen und gleichzeitig Konformität fordern. Wir müssen Folgendes tun: 1) Verstehen, wie wir uns selbst möglicherweise durch fehlende Einbeziehung geschadet haben, 2) verstehen, was unsere Nutzer wollen, indem wir sie fragen und 3) Know-how nutzen, um Lösungen zu finden, die für die gesamte Gesellschaft funktionieren.

Wir wissen, dass Organisationen mit hoher Diversität profitabler sind. Es geht jedoch um weitaus mehr. Wir können und sollten uns nicht damit arrangieren, dass Lösungen geschaffen werden, die der Einbeziehung aller entgegenwirken. Wir müssen alle mehr tun und wir müssen es besser tun.

Was ist dir im Leben wirklich wichtig und wie fließt es in deine Arbeit ein? 

Meine Familie ist mir sehr wichtig: mein Partner (wir sind seit über neuen Jahren zusammen und seit drei Jahren verheiratet), unser Hund Alfie (mehr zu ihm später), meine Eltern und mein Bruder. Meine Familie kommt immer an erster Stelle und vor der Arbeit – ausnahmslos. Ich bin eine große Befürworterin einer gesunden Work-Life-Balance oder zumindest der Möglichkeit zu wählen, ob man ein höheres Arbeitspensum haben möchte usw. Ich habe selbst Burnout in der Vergangenheit erlebt und es war eine der schlimmsten Erfahrungen meiner gesamten Karriere.

Das wirkt sich auf meine alltägliche Arbeit aus. Ich kommuniziere klar und deutlich, wie meine Prioritäten gelagert sind, und solange es keinen Notfall gibt oder eine dringende Deadline eingehalten werden muss, nehme ich meine Arbeitszeiten sehr genau und halte sie ein. Als Teil des Senior-Managements ist das auch sehr wichtig. Mir ist wichtig zu zeigen, dass eine gute Work-Life-Balance für jeden und jede zu haben ist.

Was war dein erster Job? Was hast du dort gelernt, das dich deine gesamte Karriere begleitet hat? 

Mein erster „richtiger“ Job war als Software Engineer. Ich habe einen Abschluss in Informatik und hatte schon immer eine Neigung zu Technologie. Ich nutze das in meiner alltäglichen Arbeit, indem ich die Ansätze anwende, die mich weiterbringen – agile Vorgehensweisen, um kontinuierlich zuzuhören, Lösungen entwickeln, um die Ungerechtigkeiten auszumerzen, die ich sehe, und kontinuierliche Feedback erhalten und Pläne nach Bedarf überarbeiten.

Ich freue mich darauf, diese Fähigkeiten bei Peakon anzuwenden, sowohl intern als auch in der Entwicklung unserer neuen Produkte.

Ich versuche keine Ziele an ein bestimmtes Alter zu knüpfen, aber als jemand aus ärmeren Verhältnissen, die in ihrer Kindheit vom kostenlosen Schulessen lebte, sowie als Frau mit dunkler Hautfarbe in einer hauptsächlich weiß geprägten Umgebung, hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich sowas erreichen würde.

Erzähl uns etwas Interessantes über dich 

Ich wurde mit drei Wochen aus Sri Lanka nach Irland geholt und von einem irischen Paar adoptiert. Ich bin nach Sri Lanka zurückgekehrt, um meine leibliche Mutter zu finden. Wenn du bei Google meinen Namen eingibst, findest du viele Einträge dazu, die Geschichte wurde im Internet damals sehr verbreitet. Es gab eine Hotline für meine Suche nach ihr und die Medien nahmen (leider) unser Treffen auf. Es war dennoch sehr interessant.

Unser Hund hat bei unserer Hochzeit unsere Ringe getragen, auch das wurde zu einer beliebten Geschichte im Internet!

Unser Unternehmenswert „Be You Be More“ steht dafür, dass alle im Unternehmen ganz sie selbst sein können, dazu zählen auch verborgene Talente. Welche verborgenen Talente hast du?

Ich sage häufig, dass ich eine unglaublich langweilige Person bin, die viele interessante Dinge tut. Ich glaube, ich habe gar keine geheimen Talente. Ich habe allerdings sehr hart daran gearbeitet, nun genug Selbstvertrauen zu haben, dass ich sagen kann, wenn ich ein Talent entdecke, werdet ihr als erste davon erfahren.

Hast du Dinge, die du in Bezug auf deine Karriere bereust?

Ich versuche, Fehler als Gelegenheiten und Momente zu sehen, in denen ich etwas über mich selbst lernen konnte. So lerne ich, was ich nicht tun sollte, wenn ich noch einmal in eine ähnliche Situation gerate. Ich bereue nichts, denn all meine Fehler und Entscheidungen haben mich genau zu dem Punkt geführt, an dem ich jetzt stehe.

Auf welchen Erfolg bist du am stolzesten?

Für Forbes zu schreiben und einen Vertrag für eine Buchveröffentlichung vor meinem 30. Geburtstag zu unterschreiben. Ich versuche keine Ziele an ein bestimmtes Alter zu knüpfen, aber als jemand aus ärmeren Verhältnissen, die in ihrer Kindheit vom kostenlosen Schulessen gelebt hat, sowie als Frau mit dunkler Hautfarbe in einer hauptsächlich weiß geprägten Umgebung, hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich sowas erreichen würde.

Ich hätte nie gedacht, dass jemand wie ich eine international anerkannte Figur werden würde, die Preise gewinnt und auf einer Plattform wie Forbes Erkenntnisse zum Thema Management kundtut. Oder, dass mein erstes Buch kurz nach meinem 30. Geburtstag veröffentlicht würde. Darauf bin ich sehr stolz.

Mehr zu Sherees neuer Rolle bei Peakon hier.