5 Dinge, die wir darüber gelernt haben, in der Corona-Pandemie ein Unternehmen zu leiten

Patrick Cournoyer
5 Dinge, die wir darüber gelernt haben, in der Corona-Pandemie ein Unternehmen zu leiten

Für Unternehmensspitzen gibt es kein Handbuch dafür, wie man sich während einer Pandemie zu verhalten hat. Als der Ausbruch von COVID-19 weiter fort schritt, mussten Unternehmensführungen überall ihre Strategie und Prozesse anpassen und auf unvorhergesehene Entscheidungen oder Herausforderungen reagieren.

In den ersten Folgen von In Conversation with Patrick Cournoyer haben wir uns angesehen, wie Angestellte und Manager durch die Krise gekommen sind und welchen Schwierigkeiten sie sich gegenüber sahen. Wir haben erfahren, wie wichtig es ist, sich auf das eigenen Wohlbefinden zu konzentrieren, wenn man von zu Hause arbeitet, und warum Empathie zur Leitung eines Teams im Home-Office essenziell ist.

In dieser letzten Folge der Reihe wollen wir das Thema durch die Linse des Senior-Managements betrachten. Ich spreche heute mit Rebecca Kelly, Gründerin und CEO eines Unternehmens für Eventtechnologie, Venuescanner, und James Routledge, Gründer uns CEO von Sanctus, einer Organisation, die sich der psychischen Gesundheit Angestellter verschrieben hat. Sie werden uns berichten, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf ihre Unternehmen ausgewirkt hat.

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„Führungskräfte müssen auf sich selbst und ihre psychische Gesundheit Acht geben. Man kann andere nicht unterstützen, wenn man sich selbst nicht unterstützt.

James Routledge, Gründer und CEO von Sanctus

5 Dinge, die wir von James und Rebecca über Management in der Pandemie gelernt haben

Dauerhafte Ehrlichkeit und Transparenz sind entscheidend

Schon bald nachdem die Krise begann, sich auf sein Unternehmen auszuwirken, gab James seinem Team in absoluter Transparenz zu verstehen, wie die Finanzen aussahen, denn „Transparenz ist in Zeiten, in denen so viel Unsicherheit herrscht, sehr wichtig“.

„Es ist besser zu sagen, wie die Lage wirklich ist, egal, wie schwer das ist,“ erklärt er. „Unabhängig davon, was in den nächsten Monaten passiert, wenn man als Management mit Lügen reagiert, wird das den Mitarbeitern in Erinnerung bleiben.“

James’ Ratschlag Nummer eins ist, in diesen Zeiten regelmäßig und ehrlich zu kommunizieren und sich besonders zu bemühen, an Meetings teilzunehmen, damit die Teammitglieder mitteilen können, wie sie sich fühlen oder was sie besorgt.

Manches hat man nicht in der Hand

James sagt, dass es in sehr beunruhigt hat, wie wenig Kontrolle er über die Auswirkungen von COVID-19 auf sein Unternehmen hat. Er kann zwar seine Produkte und Dienstleistungen kontrollieren, aber nicht das große Ganze, wie Kunden, die ihren eigenen Betrieb einstellen müssen und deshalb seine Dienste nicht mehr nutzen.

Für Rebecca war der größte Stressfaktor, die Regierungsempfehlungen für Unternehmen zu verstehen — und wie sie auf sie zutreffen: „[Es war] dieser externe Druck, der sehr öffentlich seitens der Regierung auf Unternehmen und ihre Inhaber ausgeübt wurde, und unser Versuch herauszufinden, wozu wir Zugang hatten und wozu nicht, der mir sehr viel Stress verursacht hat,“ erklärt sie.

Die Bedeutung davon, anderen zu helfen

Als die Gastronomiebranche schwer getroffen wurde, traf Rebecca die Entscheidung, ihre Kunden zu unterstützen und ihnen Mitgliedschaften bei Venuescanner kostenlos anzubieten.

„Wir haben einen Workspace namens Hospitality Heroes auf Slack eingerichtet und alle unsere Mitglieder eingeladen,“ sagt sie. „Jetzt können sie alle miteinander sprechen und sich gegenseitig unterstützen — es hat sich so angefühlt, als ob wir das tun und unsere Branche in diesen schwierigen Zeiten unterstützten sollten.“

Es ist entscheidend, sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu kümmern…

Wie viele andere Unternehmer machte sich auch James größere Sorgen um die Sicherheit seiner Angestellten.

Rebecca stimmt dem zu und fügt hinzu, dass es essenziell ist, den Mitarbeiterinnen alles Nötige zu geben, damit sie auch von zu Hause aus erfolgreich sein und sich um sich selbst kümmern können. „Wir haben den Alltag so strukturiert, dass die Teammitglieder nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen — sie arbeiten vielleicht 90 Minuten am Stück und gehen dann joggen oder spazieren oder machen irgendetwas anderes, das nichts mit der Arbeit zu tun hat,“ erklärt sie. „Wir geben Empfehlungen aus, was sie für ihre Gesundheit tun können und wie sie genügend Bewegung und Schlaf bekommen.“

…aber auch die Unternehmensleitung muss nach sich selbst schauen

James sagt , dass es jetzt wichtiger denn je ist, dass sich auch die Unternehmensführungen in dieser Zeit um ihre körperliche und geistige Gesundheit kümmern, da es schwierig ist, anderen zu helfen und Unterstützung zu bieten, wenn man selbst nicht bei guter Gesundheit ist.

Autor - Patrick Cournoyer