People Analytics: Was ist es und wie fängt man damit an?

People Analytics: Was ist es und wie fängt man damit an?

Neun Monate bevor ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin freiwillig aus dem Unternehmen ausscheidet, lässt sich die bevorstehende Kündigung absehen. Außerdem lässt sich der Betroffene mit den richtigen Maßnahmen von seiner Kündigungsentscheidung abbringen. Wie? Indem man die individuellen Bedürfnisse versteht — und diese werden in den Feedbackdaten der Mitarbeiter erkennbar. Im Januar dieses Jahres wiesen 59 % der Angestellten weltweit niedriges Mitarbeiter-Engagement auf. Mit People Analytics sind der beste Weg, mehr zu den Gründen dafür zu erfahren.

People Analytics klingt womöglich erstmal etwas vage, dabei ist es in der Tat eine Möglichkeit, Daten persönlicher und damit spezifischer zu machen. People Analytics beschreibt den Prozess, Daten über die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu sammeln und auszuwerten. Es ist ein wichtiger Baustein in der Ausgestaltung des Betriebs im Unternehmen und spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, dem Team und dem Unternehmen als Ganzes einen guten Arbeitsalltag zu bieten.

Wir von Peakon sind große Fürsprecher dieses Ansatzes. Wir haben unsere mitarbeiterzentrierte Philosophie in Bezug auf das Mitarbeiter-Engagement auf Makro- und Mikroebene gemeinsam mit Angestellten entwickelt und die Vorteile untersucht, die gesteigertes Mitarbeiter-Engagement für Unternehmen bedeutet. Wenn Ihr Ziel produktivere Mitarbeiterinnen mit höherem Mitarbeiter-Engagement sind, dann sind People Analytics eine gute Möglichkeit für Sie, Bereiche mit Verbesserungsbedarf im Unternehmen in Echtzeit zu erkennen und anzugehen.

Was bedeutet People Analytics?

People Analytics hat auch andere Bezeichnungen — möglicherweise haben Sie schon einmal von HR-Datenanalysen gehört. Was genau verbirgt sich nun dahinter? Es geht dabei darum, Daten zu nutzen, um Talente zu fördern und fundierte strategische Entscheidung im Unternehmen zu treffen.

Spezifische interne Statistiken aus dem Personalwesen zu nutzen, hat viele Vorteile. In der Total Economic Impact™-Studie, die Forrester Consulting im Auftrag von Peakon durchgeführt hat, werden diese deutlich. Forrester Consulting schätzt darin, dass Peakon-Kunden eine Kapitalrendite von 244 % innerhalb von drei Jahren erzielen konnten.

Bei HR-Analysen geht es jedoch ganz und gar nicht um HR-spezifische Themen. Mitarbeiterdaten können dazu dienen, mitarbeiterzentrierte Prozesse überall im Unternehmen zu verbessern, so zum Beispiel die Einstellungsprozesse, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Leistungsfeedback und Entlohnung. Die Erkenntnisse, die aus den Analysen gewonnen werden, beziehen sich auf das gesamte Unternehmen, denn die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind das Unternehmen.

Die besten Managerinnen spüren, wenn ein Mitarbeiter darüber nachdenkt, das Unternehmen zu verlassen, bevor er oder sie die Kündigung überhaupt einreicht. People Analytics helfen dabei, diese ersten Anzeichen zu erkennen.

Peakon

Warum auf Grundlage von Feedbackdaten Entscheidungen treffen?

Wenn Ihre Entscheidungen auf Daten basieren, statt auf den herkömmlicheren Ansatzpunkten der Intuition und des Bauchgefühls, hat das mehrere Vorteile. Das Risiko für unterbewusste Vorurteile oder Subjektivität sinkt und Sie erhalten einen klaren Einblick in die Leistung und die Bedürfnisse der Mitarbeiter. 

Die Verwendung harter Daten im Bereich der Soft Skills ermöglicht es Ihnen, schnell Problembereiche zu erkennen und die Unternehmenskultur zu verbessern sowie das Wohlbefinden der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu steigern. Die von Forrester Consulting durchgeführte Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzung von Peakon kam zu dem Schluss, dass nach drei Jahren die Mitarbeiterfluktuation um 10 % reduziert werden konnte. 

Die Vorteile von People Analytics

Die genauen Vorteile von People Analytics variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Es gibt jedoch fünf zentrale Nutzen, die sich immer beobachten lassen.

  1. Unternehmenskultur prägen 

Wenn Ihr Unternehmen wächst, verändert sich auch unweigerlich seine Unternehmenskultur. Sie müssen in der Lage sein, diese Veränderungen genau beobachten zu können, damit Sie sicherstellen können, dass sich die Kultur in die richtige Richtung verändert. 

Wenn Sie beispielsweise anstreben, die Diversität in der Belegschaft zu steigern, sollten Sie zuerst Daten über die aktuelle Zusammensetzung Ihrer Belegschaft sammeln. Nur so können Sie sehen, wie vielfältig sie aktuell ist. Das ist die notwendige Grundlage, wenn sie künftige Veränderungen planen.

  1. Leistung steigern

Ihre Mitarbeiterinnen lassen sich nicht alle durch dieselben Dinge motivieren, deshalb ist die HR-Abteilung so wichtig. Mit Hilfe von People Analytics erhalten Sie Einblick darin, was Ihr Team motiviert und was es braucht, um konsistent gute Leistung zu zeigen. Sie können diese Daten dann nutzen, um Schulungen zu planen, das Team umzustrukturieren und auf die Bedürfnisse Einzelner einzugehen.

  1. Mitarbeiterbindung steigern

Eine gute Führungskraft spürt, dass ein Mitarbeiter darüber nachdenkt zu kündigen, bevor eine Kündigung eingereicht wird. Sei es bewusst oder unterbewusst, aber sie erkennt Muster in den Verhaltensweisen der Mitarbeiterinnen. People Analytics erleichtert es, diese Anzeichen wahrzunehmen, damit Sie eingreifen und vermeiden können, Ihre besten Mitarbeiter zu verlieren.

  1. Bessere Einstellungsentscheidungen 

Sie können durch Analysen Trends ableiten, die mit erfolgreichen Einstellungsentscheidungen in Zusammenhang stehen. So können Sie klarere Profile anlegen, wenn Sie nach neuen Mitarbeiterinnen suchen. Wenn Sie diese Erkenntnisse auf den Einstellungsprozess anwenden, können Sie eine vielseitige Belegschaft schaffen, die durch dieselben Wertvorstellungen verbunden ist.

  1. Boni und Zusatzangebote planen 

Als Zusatzangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großflächig an Beliebtheit gewannen, konzentrierten sich Unternehmen auf Angebote wie wöchentliche Yoga-Stunden oder freitägliches Biertrinken. Diese Lösungen führten jedoch nicht unbedingt zu gesteigertem Mitarbeiter-Engagement.

Wenn man versteht, was sich die Angestellten wünschen und was sie schätzen — zum Beispiel barrierefreies Bürodesign oder Angebote für mobiles Arbeiten — und darauf aufbaut, steigert das die Zufriedenheit der Mitarbeiter deutlich mehr und nachhaltiger.  

People Analytics macht vor allem eines: Es ersetzt Bauchgefühl und Hörensagen durch handfeste Daten und mit diesen lässt sich wirklich etwas bewegen. Wie Forrester Consulting in einer Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Nutzung von Peakon herausfand, ließ nach drei Jahren der Nutzung von Peakon die Mitarbeiterfluktuation um 10 % reduziert wurde. 

Peakon

Welche Art von Feedbackdaten gibt es?

Die Daten, die durch People Analytics erhoben werden, umfassen ein breites Spektrum und hängen stark von Ihrer Zielsetzung für die Datenerhebung ab. In jedem Fall sollten die erhobenen Daten Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute kommen und stets vertraulich behandelt werden.

Zur Vereinfachung haben wir die Feedbackdaten in vier Kategorien unterteilt.

Die Leistung der Mitarbeiterinnen

Effektive Feedbacklösungen helfen Ihnen dabei, ein ganzheitliches Bild der Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters zu erzeugen. Damit kann regelmäßiges Feedback eingeholt werden, das die Grundlage für Entwicklungspläne und Weiterentwicklung im Allgemeinen bietet.

Das Wohlbefinden der Mitarbeiter

Ob es sich um eine kostenlose Mitgliedschaft im Fitnessstudio, einen unternehmenseigenen Therapeuten oder andere Angebote handelt, mit Hilfe der Erkenntnisse aus dem Mitarbeiterfeedback erhalten Sie einen einzigartigen Einblick darin, wie Sie am effektivsten für das Wohl Ihres Teams sorgen können, sowohl körperlich als auch geistig.

Produktivität der Mitarbeiterinnen

People Analytics ist besonders geeignet, um die Produktivität zu bewerten. Die Analysen zeigen Ihnen, was nicht so gut funktioniert und – noch wichtiger – woran das liegen könnte. Auf dieser Grundlage können Sie datenbasiert entscheiden, was gegebenenfalls geändert werden muss.

Mitarbeiter-Engagement

Mitarbeiter-Engagement ist ein kontinuierliches Projekt. Selbst wenn im Unternehmen gute Engagement-Werte vorliegen, ändern sich die Bedürfnisse und Prioritäten der Belegschaft und die Organisation muss sich daran anpassen, um hohe Mitarbeiterzufriedenheit weiterhin zu gewährleisten. Insbesondere in schwierigen und wechselhaften Arbeitsbedingungen, wie wir sie aktuell überall erleben, helfen People Analytics, die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen im Blick zu behalten.

Wo fängt man am besten an

Der Weg zu einer Belegschaft mit höherem Mitarbeiter-Engagement ist nicht direkt und linear. Für HR-Analysen müssen Sie zunächst aktiv werden und dazu braucht es die richtige Grundlage.  

Die richtigen Fragen stellen: Der Engagement-Prozess wird deutlich effektiver und zielgerichteter, wenn Sie wissen, was Sie mit den Umfrageergebnissen erreichen wollen. Wenn Sie die Fragen zu eng ausrichten, kann das allerdings kontraproduktiv sein. Wie bei allen Dingen liegt der Schlüssel zum Erfolg in Ausgewogenheit.

Offen bleiben: Die Idee hinter People Analytics ist, mit den Vorstellungen, die Sie und Ihr Senior Management möglicherweise haben, aufzuräumen und sich stattdessen handfeste Daten anzusehen. Lassen Sie sich also auf die Daten ein, auch wenn sie möglicherweise Überraschungen zutage fördern. 

Die Erkenntnisse umsetzen: Wenn Sie das nicht tun, sind Ihre ganzen Bemühungen überflüssig. Die Erkenntnisse sollen verwendet werden, haben Sie also keine Angst, sie umzusetzen. Lassen Sie sich auch nicht durch alte Methoden davon abhalten, mit den neuen Datensätzen Anderes auszuprobieren.

Schnell agieren: Nicht zu verwechseln mit hastig handeln. Einige Ihrer Umfrageergebnisse verlangen schnelle Reaktionen, insbesondere bei sensiblen Themenbereichen, zum Beispiel bei Anschuldigungen von Machtmissbrauch, die schnell zu einem ausgewachsenen Problem werden können.

People Analytics an Ihre Bedürfnisse anpassen

Wenn Sie Ihr Team besser verstehen und das auf Grundlage von Daten statt vagen Eingebungen tun, steigen Ihre Erfolgschancen unmittelbar. Die Untersuchung verschiedener Aspekte Ihres Unternehmens mit Hilfe von People Analytics ist essenziell, um Ihr Unternehmen als Ganzes voranzubringen.

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an erste Stelle stellen, schafft das eine positive Arbeitsumgebung – egal, ob sie dabei zu Hause oder im Büro arbeiten. Gesteigerte Produktivität ist wichtig, sollte jedoch nicht der einzige Fokus sein. Fördern Sie stattdessen den und die Einzelne.

Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, wie Peakon Ihnen helfen kann, People Analytics in Ihr Unternehmen zu integrieren, melden Sie sich zu unserem Newsletter an oder treten Sie direkt mit unserem Team in Kontakt.