Mitarbeiterzufriedenheit während der COVID 19-Pandemie

Mentale Gesundheit von Angestellten leidet massiv

  • Mentale Gesundheit und die finanzielle Lage sind entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Die eigene physische Verfassung spielt eine untergeordnete Rolle
  • Fragen zu Diversität und Gleichberechtigung werden immer wichtiger. Das zeigen Mitarbeiterkommentare, die im Vergleich zu 2019 um 20 Prozent anstiegen. 
  • Das geht aus dem aktuellen Employee Expectations Report von Peakon hervor. Das dänische Unternehmen untersuchte dafür 30 Millionen Mitarbeiterkommentare aus über 160 Ländern. Sechs Millionen Datenpunkte stammen aus Deutschland.
Berlin/Kopenhagen, 17.05.2021 – Die mentale Gesundheit von Angestellten ist in Folge der Pandemie deutlich beeinträchtigt: So geben 22 Prozent der Angestellten an, kurz vor einem Burnout zu stehen. Das hat erhebliche Folgen für die Wirtschaft, denn psychische Erkrankungen waren in den vergangenen Jahren die dritthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits 2017 geschätzt, dass der Weltwirtschaft durch Depressionen und Angstzustände jährlich eine Milliarde Dollar verloren gehen Wie genau es hierzulande aktuell um beispielsweise das Wohlergehen, die Diversität oder flexible Arbeit in Firmen steht, zeigt ein Blick in die Datenbank von Peakon. Seit 2015 misst das Unternehmen aus Kopenhagen das Mitarbeiter-Engagement in Unternehmen. Die Basis der Erhebung bilden Antworten auf die sogenannte eNPS-Frage (Employee Net Promoter Score), also “Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie ihren Arbeitgeber weiterempfehlen?”. Peakon hat 30 Millionen Mitarbeiterkommentare aus über 160 Ländern dazu ausgewertet. Sechs Millionen Datenpunkte von mehr als 60.000 Arbeitnehmern stammen aus Deutschland. 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: 

  • Mentales Wohlbefinden im Job wichtiger denn je: Der Anteil der Mitarbeiterkommentare zur mentalen Gesundheit stieg während des ersten Lockdowns von 40 auf über 55 Prozent an. 
  • Diversität muss gefördert werden: In Deutschland stiegen die Mitarbeiterkommentare zu Diversität, Chancengerechtigkeit & Inklusion (DC&I)-Themen im Vergleich zu 2019 um 20 Prozent an. 
  • Remote Work gelingt der Durchbruch: Die Mitarbeiterkommentare zu Remote Work und flexibler Arbeit stiegen um 47 Prozent im Vergleich zu 2019. 
Infolge der Pandemie und seit dem ersten Lockdown nimmt die mentale Gesundheit für Angestellte eine bedeutende Rolle ein. Darüber hinaus erwähnten sie in ihren Kommentaren neue Arbeitsmodelle wie flexible Arbeit – hier war ein Anstieg um 47 Prozent zu verzeichnen. Remote Work war auch weltweit eines der am häufigsten erwähnten Gesprächsthemen. Als Regierungen überall auf der Welt weitreichende Beschränkungen einführten, stieg der Anteil der globalen Mitarbeiterkommentare, die sich mit flexibler Arbeit befassten, um 125 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.    Ebenso wird Angestellten auch Diversität und Gleichberechtigung zunehmend wichtig in ihrem Arbeitsalltag. “Unternehmen müssen jetzt eine Fülle von Themen aufgreifen und Strukturen verbessern. Das gelingt nur, wenn die MitarbeiterInnen in diese Prozesse eingebunden werden und sich Gehör verschaffen können – zum Beispiel über Diskussionsformate oder interne Arbeitsgruppen”, sagt Martin Daniel, der als Community Manager bei Peakon täglich im Austausch mit Personalverantwortlichen in ganz Deutschland steht.  

Mentales Wohlbefinden verschlechtert sich

Während der Pandemie sind Angestellte mit einer Vielzahl von Sorgen rund um ihr Wohlbefinden und die Gesundheit konfrontiert. Die Auswertungen von Peakon zeigen, dass die weltweiten Mitarbeiterkommentare zum allgemeinen Wohlbefinden um 46 Prozent anstiegen. In Deutschland ist ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen. Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass das Thema mentale Gesundheit im März besonders wichtig für Angestellte in Deutschland war. Im April befassten sich 50 Prozent aller Kommentare mit dem Thema. 

 “Interessant ist, dass zu Beginn des Jahres finanzielle Zufriedenheit und die mentale Gesundheit annähernd gleich wichtig waren. Als sich das Coronavirus auf der ganzen Welt ausbreitete, überwiegte das mentale Wohlergehen für die Angestellten”, erklärt Martin Daniel. Mit der körperlichen Gesundheit befassten sich die MitarbeiterInnen über das Jahr gesehen weitestgehend konstant.

Weltweit bezogen sich mehr als 75 Prozent der Kommentare zu Wohlbefinden auf finanzielle und mentale Aspekte. Die Gesamtbewertung der Angestellten auf die Frage nach der Arbeitsbelastung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Peakon fand jedoch heraus, dass bei denjenigen, die in ihrer Umfrage Care-Arbeit, zum Beispiel die Pflege eines Angehörigen oder die Betreuung von Kindern erwähnten, die Arbeitsbelastung zugenommen hat – wobei die Auswirkungen bei Frauen deutlicher zu spüren waren.

 

Diskriminierende Strukturen aufbrechen 

Wie schon in den vergangenen Jahren gewinnt Diversität, Chancengerechtigkeit & Inklusion (DC&I)

für MitarbeiterInnen im Vergleich zum Vorjahr auch in Deutschland nochmals an Bedeutung: Die Mitarbeiterkommentare zu DC&I-Themen stiegen um 20 Prozent an – weltweit stiegen die Mitarbeiterkommentare um 38 Prozent im Vergleich zu 2019. “Viele Firmen müssen nun mehr ins Machen kommen und diskriminierende Strukturen aufbrechen. Jetzt eine Frauenquote auf den Weg zu bringen, ist ein erster Schritt, weil freiwillige Maßnahmen in der Vergangenheit nicht zu den erhofften Ergebnissen geführt haben”, sagt Martin Daniel. Rund 43 Prozent der Mitarbeiterkommentare weltweit zu DC&I erwähnen Führung und Management. 

 

Angestellte in wichtige Entscheidungen einbeziehen 

Die Ergebnisse des aktuellen Employee Expectations Reports von Peakon zeigen, wie sich die Erwartungen von MitarbeiterInnen über Generationen, Branchen und Regionen hinweg weltweit entwickeln. “Unternehmen, die nicht mit den aktuellen Trends Schritt halten, schaffen es nicht, sich ihren aktuellen und zukünftigen Angestellten zu verbinden. So riskieren sie, die Menschen zu verlieren, die ihre Unternehmenskultur definieren und ihren gesamten Geschäftserfolg vorantreiben”, erklärt Martin Daniel. Er fordert weiter, dass Unternehmen ihrer Belegschaft wirklich zuhören: “Es ist heute wichtiger denn je, dass Firmen ihren Teams eine Stimme geben, auf ihr Feedback eingehen und diese Erkenntnisse in Echtzeit nutzen. Nur so können sie langfristigen Unternehmenserfolg erlangen.”    

Über Peakon 

Peakon, ein Unternehmen von Workday, ist eine Employee Engagement Plattform, die Mitarbeiterfeedback sammelt, analysiert und in umsetzbare Erkenntnisse zusammenfasst – und dadurch der Organisation als Ganzes hilft, Veränderungsprozesse erfolgreich zu meistern. 

Gemeinsam stellen Workday und Peakon eine intelligente Feedback-Technologie zur Verfügung, um über alle Beschäftigungsphasen hinweg Echtzeit-Einblicke in das Mitarbeiter-Engagement, die Produktivität und zur allgemeinen Stimmungslage im Unternehmen zu liefern. 

Basierend auf dem weltweit größten standardisierten Datensatz aus Mitarbeiterfeedback stellt die Plattform darüber hinaus Erkenntnisse zu Diversität, Chancengerechtigkeit und Inklusion sowie zu den Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zur Verfügung. So erhalten Führungskräfte ein exaktes Bild der Employee Experience auf allen Ebenen der Organisation. 

Peakon hat bereits Unternehmen wie Capgemini, The Adecco Group, Delivery Hero, Staples und easyJet geholfen, grundlegende Veränderungen in ihren Organisationen umzusetzen, um so maßgeblich die Mitarbeitererfahrung und Geschäftsergebnisse zu verbessern.

Medienkontakt:

emily.hardy@workday.com; 07308 674168

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Autor - Emily Hardy

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