Mitarbeiter durch Mentorenprogramme unterstützen

Michael Dean
Mitarbeiter durch Mentorenprogramme unterstützen

Der sogenannte „old economy Steve“ aus folgendem Meme war vielleicht mit zwei Autos, einer vorstädtischen Villa und einem Heimkino zufrieden, neueste Studien zeigen jedoch, dass wir alle – nicht nur die Millennials – zufriedener sind, wenn wir unser Geld für zum Leben ausgeben, statt in Besitz zu investieren.

Das spiegelt sich auch in modernen Einstellungen zu Arbeit wider. Heutzutage legen Menschen mehr Wert auf Entwicklung und Work-Life-Balance als auf Gehalt und Boni. Die Wertigkeiten im Arbeitsleben haben sich verschoben, das Management hat es jedoch nicht. Das ist sicherlich einer der Gründe, warum Arbeitnehmer heutzutage besonders geringe Mitarbeiterzufriedenheit aufweist.

Diesem Verlangen nach „Erfahrungen“ liegt das psychologische Bedürfnis des Menschen nach Weiterentwicklung zugrunde – Maslow bezeichnete es als Selbstverwirklichung bezeichnete. Als Manager ist einer der besten Wege, auf dieses Bedürfnis einzugehen, als Mentor zu fungieren. Der ehemalige Professor der Harvard Business School, David Thomas, als „Entwicklungsbeziehung“ bezeichnet.

Eine Entwicklungsbeziehung aufbauen

Leistungsmanagement wird (langsam aber sicher) durch modernere Ansätze ersetzt, es ist aber nach wie vor in heutigen Organisationen tief verwurzelt wie sich in den Unmengen von Leistungsbeurteilungen und Leistungszielen zeigt. Professor Thomas argumentiert, dass es deutlich produktiver ist, Management auf „Entwicklung“ statt „Leistung“ auszurichten. Ihm zufolge haben Manager mit leistungsorientierten Teams deutlich geringeres Mitarbeiter-Engagement und höhere Mitarbeiterfluktuation als Manager mit entwicklungsorientierten Teams.

Wie baut man also Entwicklungsbeziehungen mit dem Team auf? Laut Li und Julian (2012):

“Entwicklungsbeziehungen sind von sind von wechselseitigen menschlichen Interaktionen geprägt, die für eine dauerhafte emotionale Bindung, zunehmend komplexere gemeinsame Aktivitäten und ein Machtgleichgewicht stehen, das das langsam von der entwickelnden Person zur sich entwickelnden Person übergeht.”

Das mag möglicherweise sehr vage und wissenschaftlich klingen, es gibt allerdings sehr konkrete Schritte, die Sie als Manager (oder Kollege) unternehmen können. Im Folgenden finden Sie einen Ansatz des Search Institute:

INTERESSE zeigen

Zeigen Sie mir, dass Sie mich mögen und das Beste für mich wollen.

  • Seien Sie präsent: Seien Sie aufmerksam, wenn wir zusammen sind.
  • Seien Sie herzlich: Zeigen Sie, dass Sie gerne mit mir zusammen sind und verbalisieren Sie positive Gefühle für mich.
  • Investieren Sie: Investieren Sie Zeit und Energie in mich und Dinge, die mit mir zu tun haben.
  • Zeigen Sie Interesse: Machen Sie es zu einer Priorität, mich kennenzulernen.
  • Seien Sie verlässlich: Seien Sie vertrauenswürdig und jemand, auf den ich zählen kann.
FÖRDERN Sie Entwicklung

Halten Sie mich dazu an, mich stetig weiterzuentwickeln.

  • Inspirieren Sie: Helfen Sie mir, zukünftige Möglichkeiten für mich zu sehen.
  • Stellen Sie Erwartungen: Stellen Sie sicher, dass ich mein gesamtes Potenzial ausschöpfe.
  • Bestärken Sie: Erkennen Sie meine Überlegungen und Stärken an und fordern Sie mich.
  • Setzen Sie Grenzen: Ziehen Sie mich für angemessene Grenzen und Regeln in die Verantwortung.
UNTERSTÜTZEN Sie

Helfen Sie mir, Aufgaben fertigzustellen und Ziele zu erreichen.

  • Ermutigen Sie: Loben Sie meine Bemühungen und Erfolge.
  • Leiten Sie: Bieten Sie Hilfestellung und geben Sie Feedback, damit ich dazulernen kann.
  • Seien Sie ein Vorbild: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, damit ich von einem Vorbild lernen kann.
  • Stehen Sie hinter mir: Geben Sie mir bei Bedarf Rückendeckung.
Teilen Sie die ENTSCHEIDUNGSGEWALT

Hören Sie mir zu und lassen Sie mich an Entscheidungen teilhaben.

  • Respektieren Sie: Nehmen Sie mich ernst und behandeln Sie mich fair.
  • Hören Sie zu: Fragen Sie nach meiner Meinung und beziehen Sie sie in Ihre Entscheidungen ein.
  • Reagieren Sie: Verstehen Sie meine Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten und gehen Sie darauf ein.
  • Kollaborieren Sie: Arbeiten Sie mit mir zusammen, um Ziele zu erreichen und Probleme zu lösen.
Bauen Sie MÖGLICHKEITEN aus

Erweitern Sie meinen Horizont und bieten Sie mir Gelegenheiten.

  • Erkunden: Setzen Sie mich neuen Ideen, Erfahrungen und Orten aus.
  • Verbinden: Bringen Sie mich mit Menschen in Kontakt, die mir bei meiner Entwicklung helfen können.
  • Navigieren: Helfen Sie mir, Grenzen zu überwinden, die mich von meinen Zielen abhalten.

 

Wie Lisa Orrell, Autorin von Millennials Incorporated sagt: “Menschen kündigen keine Unternehmen, Sie kündigen Manager. Sie sind nicht auf das Gebäude wütend. Sie sind wütend auf ihre tägliche Arbeit. Wir haben es möglicherweise zehn Jahre lang toleriert, Millennials werden es fünf bis zehn Monate hinnehmen“. Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn das nächste Mal jemaden aus Ihrem Team kündigt!

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